Review: Samsung Galaxy S7 und S7 edge im Test

Review: Samsung Galaxy S7 und S7 edge im Test

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Etwas hat es gedauert, aber nun ist es endlich soweit – unser Review zum Galaxy S7 und S7 edge ist Online. Wie ihr bereits mit Sicherheit wisst, stellte Samsung auf dem Mobile World Congress im Rahmen einer Pressekonferenz seine beiden neuen High-End Flaggschiffe vor. Selbstverständlich waren wir auch vor Ort, und durften Euch auf dem laufenden halten und Euch ein erstes Hands On beider Geräte präsentieren. Nun aber folgt wie bereits erwähnt das Review zu den Geräten. Vorab wollen wir Euch aber noch die Spezifikationen auflisten.

Die Spezifikationen

Galaxy S7

  • 5,1″ großes Super-Amoled Display mit einer Auflösung von 2560 X 1440 Pixel
  • Pixeldichte von 577 ppi
  • Abmessungen von 142,4 x 69,6 x 7,9 mm
  • 3.000 mAh Akku
  • neues Kühlsystem
  • kabelloses Fast-Charging (=kabelloses Schnellladen)
  • IP68-Zertifizierung
  • 32 GB interner Speicher / durch Micro SD Karte bis zu 200 GB erweiterbar
  • Samsung Exynos 8890 Octa-Core Prozessor mit einer Taktung von 2,3 GHz
  • 4 GB RAM
  • Android 6.0.1
  • 5 Megapixel Frontkamera / 12 Megapixel Rückkamera mit Blende f1.7

Galaxy S7 edge

  • 5,5″ großes Super-Amoled Display mit einer Auflösung von 2560 X 1440 Pixel
  • Pixeldichte von 534 ppi
  • Abmessungen von 150,9 x 72,6 x7,7 mm
  • 3.600 mAh Akku
  • neues Kühlsystem
  • kabelloses Fast-Charging (=kabelloses Schnellladen)
  • IP68-Zertifizierung
  • 32 GB interner Speicher / durch Micro SD Karte bis zu 200 GB erweiterbar
  • Samsung Exynos 8890 Octa-Core Prozessor mit einer Taktung von 2,3 GHz
  • 4 GB RAM
  • Android 6.0.1
  • 5 Megapixel Frontkamera / 12 Megapixel Rückkamera mit Blende f1.7

Jetzt da Euch die Spezifikationen wieder bekannt sind, können wir mit unserem Review starten. Neben der Haptik und dem Display bzw. der Edge, beleuchten wir auch die Kamera und die Software an sich. Seid also gespannt, holt Euch noch was zum trinken, erleichtert Euch ein wenig und lest dann unser Review.

Haptik

Schauen wir einmal etwas in der Zeit zurück, genauer gesagt ins Jahr 2015, in dem Samsung das Galaxy S6 und S6 edge vorstellte und wir unser Review dazu veröffentlichten. Damals waren wir von der Haptik echt angetan. Als wir aber das Galaxy S7 und S7 edge in die Hand nahmen, waren wir alle sehr begeistert. Samsung hat die Haptik im Vergleich zum Galaxy S6 und S6 edge noch etwas verbessert. Doch wie schafft Samsung das? Ganz einfach. Samsung hat auch auf der Rückseite – im weitesten Sinne – zwei Edge geschaffen. Im Grunde handelt es sich hier um eine zu den Seiten abgerundete Rückseite, welche sich optimal anfühlt. So liegt das Galaxy S7 und das S7 edge extrem gut in der Hand.

Auch den Metallrahmen hat man etwas angepasst und ihn etwas runder gemacht. Manchmal „schnitt“ der Rahmen der Vorgängermodelle etwas in der Hand. Dieses Gefühl bleibt beim S7 und S7 edge aus.

Design und Verarbeitung

Samsung hat im Gegensatz zum Galaxy S6 und S6 edge nicht viel geändert. Man hat lediglich den Rahmen etwas dunkler gehalten und anders geschliffen, die Frontkamera etwas weiter nach rechts geschoben und den Homebutton leicht geändert. Desweiteren ist die Hörmuschel und die Umrandung des Homebuttons ist nicht mehr Silber, sondern in der Farbe des Gerätes gehalten. Einen IR-Blaster zum fernsteuern eures Smart TV mit dem Smartphone, sucht man vergebens.

Die Verarbeitung der Geräte war bei uns top. Wir hatten rein gar nichts auszusetzen. Die Lautstärkebutton und der Powerbutton haben kein Spiel und haben einen perfekten Druckpunkt. Auch der Homebutton hat kein Spiel und macht auch keine merkwürdigen Geräusche.

Edge

Die Edges sind im Vergleich zum Galaxy S6 edge beim S7 edge gleich geblieben. Im Grunde hat sich eigentlich nichts verändert, denn die Features die das Galaxy S7 edge besitzt, bekam auch das S6 edge mit dem ersten Android 6.0 Marshmallow Update. Folgende Features besitzt das S7 edge:

  • App-Anzeige: Anzeigen von 10 individuell angelegten Apps
  • VIP-Anzeige: Anziegen von 5 individuell angelegten Kontakten
  • Wetter: Anzeigen des Wetters
  • Aufgabenanzeige: Anzeigen von bis zu 10 individuell angelegten Aufgaben
  • Quick-Tools: Lineal, Kompass und Taschenlampe
  • Nachtuhr
  • Benachrichtigungsanzeige auf der Edge
  • Einstellen der Transparenz, der Position und der Größe

 

Desweiteren könnt ihr Euch im Galaxy App Store auch noch zusätzliche Panels wie zum Beispiel einen Datei Manager herunterladen. In letzter Zeit kamen immer mehr neue Edge-Apps hinzu. Dies zeigt, dass Samsung weiter daran arbeitet, die Funktionalitäten zu verbessern und sinnvoller zu gestalten.

Die Größe des Displays ist beim S7 edge noch ein weiterer Vorteil. Durch den bis zu dem Kanten gebogenen Bildschirm wirkt auch die Betrachtungsfläche viel Größer. Der Rahmen wirkt minimal, welches besonders bei Videos und Fotos sehr gut zur Geltung kommt.

Ein Manko hat das gebogene Display jedoch: Beim Halten des Gerätes in der Hand, betätigt man oft unbeabsichtigt das Display oder blockiert weitere Eingaben sogar, bis man die seitlichen Finger wieder entfernt. Das ist sehr gewöhnungsbedürftig und in manchen Situationen sogar etwas lästig. Beispielsweise beim Aufnehmen von Videos, wo dadurch beispielsweise einfach die Aufnahmetaste blockiert wird.

Kamera

Bei der Kamera überraschte Samsung ein wenig, denn man erhöhte nicht einfach die Megapixelanzahl der Kamera, sondern man verbesserte die Technik und ging mit den Megapixeln auf 12 herunter. Samsung setzt beim Galaxy S7 und S7 edge auf eine sogenannte Dual-pixel Technologie. Durch die Dual-Pixel Technologie sind die Pixel etwas größer als normal, um genau zu sein 1.4 Mikrometer und somit bis zu 56% mehr als beim Galaxy S6. Größe Pixel bieten den Vorteil von geringerem Rauschen bei Aufnahmen mit schlechten Lichtverhältnissen, aber auch durch eine höhere Lichtempfindlichkeit. Auch die Schärfe will Samsung so verbessert haben.

Durch die geringere Megapixelanzahl sind Bilder mit voller Qualität nur im 4:3 Format möglich. Desweiteren hat Samsung auch eine Bewegungsaufnahme in den Optionen eingefügt. Mit der Methode lassen sich kurze Videos aufnehmen, bevor ein Bild geschossen wird. Auch einen Verfolgungs-AF gibt es, welcher einen Punkt fokussiert, und diesen dann verfolgt. Selbstverständlich ist auch das speichern von Bildern im RAW-Format möglich.

Außerdem hat Samsung wieder den Pro-Mode an Bord, welchen man im Gegensatz zum S6 und S6 edge etwas angepasst hat. So kann man die ISO nun auf minimal 50 setzen. Desweiteren ist auch der Selektive Fokus, eine Panorama Funktion, eine Videocollage, ein Live Broadcast, eine verbesserte Zeitlupenfunktion, Virtual Shot, Essen und Hyperlapse dabei. Besonders die Zeitlupenfunktion hat man zu den Vorgängermodellen noch weiter verbessert. 

Ein weiterer Punkt den man verbessert hat ist der Autofokus und die Höhe der Kamera, denn diese steht nur sage und schreibe ca. 0,5 mm aus dem Gehäuse heraus. Der Autofokus fokussiert im Vergleich zum Galaxy S6 und S6 edge um einiges schneller. Holt man sein Smartphone raus um ein Foto zu schießen, kann man sofort nach dem starten der Kamera ein Bild knipsen. Videos kann man auch wieder in QHD, also in 2.560 x 1.440 aufnehmen. Außerdem kann man den Pro-Mode auch für Videoaufnahmen verwenden.

Anbei findet ihr noch Beispielbilder vom S6 edge, dem S7 edge und dem Iphone 6S Plus. Die Bilder wurden alle im Automatikmodus aufgenommen. Vergleicht man alle Bilder, so sehen die vom Galaxy S7 edge unserer Meinung am besten aus. Zur besseren Übersicht, haben wir die Bilder beschriftet. Wenn ihr auf das Bild geht, wird Euch der Name des Smartphones angezeigt, mit dem das Bild aufgenommen wurde.

In dieser Galerie findet ihr noch weitere Beispielbilder die mit dem Galaxy S7 und S7 edge aufgenommen wurden.

Desweiteren haben wir noch hier ein Video für Euch gedreht, in dem ihr seht, wie schnell der Autofokus beim Galaxy S7 und S7 edge arbeitet. Es ist einfach nur der Wahnsinn wie schnell das geht. Spätestens jetzt solltet ihr keine Momente mehr verpassen.

Software

Hier gibt es eine Menge zu berichten, denn Samsung fügte das ein oder andere hinzu, was sich durchaus sehen lassen kann. Aber fangen wir ganz von vorne an. Auf beiden Top-Flaggschiffen befindet sich logischerweise die neueste Android Iteration in Version 6.0.1 Marshmallow. Desweiteren befindet sich aktuell auch das Sicherheitsupdate aus März 2016 auf dem Galaxy S7 und S7 edge. Beim Unterpunkt Software wollen wir Euch nun die neuen Highlights der beiden Geräte näher bringen.

Game Launcher und Game Tools

Beim Game Launcher handelt es sich um ein komfortables Feature, welches das Gaming so entspannend wie möglich machen soll. Zum Beispiel kann man hier die Qualität, und den Akkuverbrauch der Games einstellen.

Öffnet man ein Game, so hat man die Möglichkeit, die beiden kapazitiven Buttons, also den zurück und den Multitasking Button zu deaktivieren, das Spiel zu minimieren, Benachrichtigungen zu deaktivieren, einen Screenshot zu machen oder das Spiel aufzunehmen. Desweiteren werden Euch alle Spiele die ihr auf dem Galaxy S7 und S7 edge besitzt, im Game Launcher angezeigt.

Always-On Display

Erstmals beim Galaxy S7 und S7 edge setzt Samsung auf das sogenannte Always-On Display. Hier wird Euch rund um die Uhr eine Uhr angezeigt, welche sich jede Minute am Display etwas verschiebt. Dies geschieht um das einbrennen zu verhindern. Desweiteren werden Euch noch der Akkustand und das Datum, sowie eventuell verpasste SMS und Anrufe angezeigt. Benachrichtigungen von Drittanbieter App wie zum Beispiel Whats App gibt es nicht.

Den Style der Uhr sowie ein Hintergrundbild könnt ihr Euch aus 7 vorgefertigten Designs aussuchen. Ihr müsst Euch keine Uhr anzeigen lassen, sondern könnt auch zwischen einem Bild und einem Kalender wählen. Außerdem gibt es eine Option, welche das Always-On Display ausschaltet, wenn man das Smartphone in eine Tasche steckt. Samsung schöpft die Möglichkeiten eines Always-On Display zur Zeit leider nicht aus. Eventuell kommt hier aber noch ein Update. Im Theme Store sind auch Themes erhältlich, die das Design des Always-On Displays ändern.

Spamschutz bei Anrufen

Samsung erlaubt es einem nun auch, Anrufe zu sperren. Das ganze erfolgt vermutlich in Kooperation mit Whitepages. Erhält ihr einen Anruf, habt ihr die Möglichkeit diesen nach dem beenden des Anrufes zu sperren. Auch eine Warnung vor Spam- und Betrugsanrufen ist laut letzten Informationen mit dabei. Das ganze ist einer Datenbank von Whitepages verdanken in denen mehr als 600 Millionen Mobil- und Festnetzrufnummern in den USA und mehr als 1,5 Milliarden global registriert sind.

Theme Store 

Natürlich ist auch der Theme Store wieder mit an Bord. In diesem findet ihr unzählige Themes, mit denen ihr Euch euer Galaxy S7 und S7 edge individuell anpassen könnt. Wir haben eine Kolumne, in denen wir Euch jede Woche die 5 besten neuen Themes vorstellen, die Samsung freigibt. Auch Themes die das Always-On Display mit themen sind bereits im Theme Store erhältlich.

Eine Kategorie gibt es hierfür leider nicht. Ihr müsst in der Suchleiste immer „AOD“ eingeben, damit Euch alle Themes angezeigt werden, die auch das Always-On Display themen.

IP68 Zertifizierung

Samsung hat dem Galaxy S7 und S7 edge wieder eine IP68 Zertifizierung verpasst, nachdem das Galaxy S6 und S6 edge keine hatten. Die IP68 Zertifizierung legt fest, inwiefern das Smartphone gegen Staub und Wasser geschützt ist. Im Falle der beiden Flaggschiffe heißt dies, dass sie gegen dauerhaften Untertauchen in klares Wasser bei einer Tiefe von bis zu 1,5 m für 30 Minuten und gegen Staub geschützt ist. Somit ist es wieder möglich bei strömenden Regen zu telefonieren, wenn man das denn in dieser Situation möchte. Auch sind dann Unterwasserbilder mit der starken Kamera möglich, ohne ein extra Case dabei haben zu müssen.

Eine Einschränkung gibt es hierbei jedoch: Samsung garantiert die Wasserdichtigkeit nur bei normalem Wasser. Ausgeschlossen sind hierbei zum Beispiel Salzwasser, sowie seifen-haltiges Wasser.

Zubehör

Samsung hat mit dem beiden Smartphones auch vieles an neuem Zubehör vorgestellt. Neben alt bekannten wie dem S-View Cover, dem LED View Cover usw, gibt es auch das Lens Cover, das Backpack Cover und das Leder Cover. Beim Lens Cover handelt es sich um ein Cover mit integrierten Kameralinse, welches den Weitwinkel noch etwas verbessern soll.

Das Backpack Cover ist ein Ladegerät, welches man auf die Rückseite des Smartphone stecken kann. Mit diesem Cover wird das Smartphone unterwegs induktiv geladen. Wir haben auch ein Review zum Zubehör von Samsung und einer Tasche von FitBAG. Vorstellen werden wir Euch dort das S-View Cover, das LED-View Cover, das Clear-View Cover, das Clear Cover und die passende neue induktive Ladestation. Hier geht es zum Review des Zubehörs.

Kopieren der Daten eines alten Smartphones mit Samsung Smart Switch und dem OTG Adapter

Samsung hat beim Galaxy S7 und beim Galaxy S7 edge eine Menge richtig gemacht. Auch das kopieren der Daten von seinem alten Smartphone auf das neue Flaggschiff von Samsung hat man verbessert. Samsung Smart Switch, die App die man zum kopieren der Daten braucht, ist beim Galaxy S7 und S7 edge bereits vorinstalliert und ein fester Bestandteil der Firmware. Öffnen kann man Smart Switch nun unter Einstellungen -> sichern und zurücksetzen -> Smart Switch öffnen.
Mit im Lieferumfang der beiden Top-Smartphones ist auch ein Adapter, ein sogenannter OTG Adapter. Steckt man diesen in das S7 oder S7 edge, dann hat man die Möglichkeit das Smartphone mit seinem alten per USB Kabel zu verbinden. Smart Switch durchsucht das alte Smartphone dann nach Dateien. Ist das abgeschlossen, so hat man die freie Auswahlmöglichkeit, welche Daten man kopieren will. Einfacher geht das kopieren der Daten einfach nicht mehr.

Beim kopieren der Daten hat man den Zeitpunkt selbst im Griff. Entweder man macht das beim einrichten des Smartphones (beim Installationsassistenten) oder nach dem einrichten im normalen Betrieb.

Fazit

Wer ein leistungsstarkes, edles und top verarbeitetes Smartphone mit IP68 Zertifizierung und genialer Kamera sucht, der ist beim Galaxy S7 und S7 edge am besten aufgehoben. Das Always On Display bietet einen kleinen Mehrwert, an dem Samsung aber noch das ein oder andere verbessern könnte. Mit dem 3.000 mAh Akku beim S7 respektive dem 3.600 mAh Akku beim S7 edge kommt man locker über einen Tag. Vor allem die Verfügbarkeit des Micro SD Slots muss man Samsung hoch anrechnen. Unser Fazit lautet ganz klar, dass das Galaxy S7 und das S7 edge das beste Smartphone bislang des südkoreanischen Unternehmens ist.

Eine Gemeinschaftsarbeit von Björn, Matthias und Chris

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